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Dezember 2019


Der Regierungspräsident in Münster stellt die Idee einer Verdichtung der Verkehrsbedienung im SPNV im Münsterland vor: Projekt „S-Bahn Münsterland“ – Das Angebotszielkonzept (Bestandteil des übergeordneten Projektes „Mobiles Münsterland“). Verkehrspolitisch ist dies sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, aber im gleichen Atemzug wird diese Idee entwertet, indem man die Anbindung der Städte Borken, Rhede und Bocholt über eine reaktivierte Schienenstrecke Bocholt-Rhede-Borken-Coesfeld von vornherein ausschließt. Wenn man etwas als "S-Bahn Münsterland" anbietet, dann sollte das Münsterland nicht kurz hinter Coesfeld enden. Dann sollten die größten Städte des Kreises Borken, der ja wohl zum Münsterland gehört, in diesem Konzept anders behandelt werden.
  • Bocholt, als größte Stadt mit über 70.000 Einwohnern nur angebunden über RE19 nach Wesel (Niederrhein!),
  • Borken, als Kreisstadt mit über 40.000 Einwohnern nur angebunden über RE14 nach Essen (Ruhrgebiet!) bzw. über RB45 von Dorsten nach Coesfeld sowie
  • Rhede mit etwa 20.000 Einwohnern
haben keine adäquate Anbindung an die Bezirkshauptstadt. Nicht einmal einen ersten Schritt möchte man gehen, die Trasse von Bocholt nach Borken ist lückenlos vorhanden und zum größten Teil sogar gewidmete Eisenbahnfläche. Zu einer Gleichbehandlung von Schiene und Straße gehört mehr als nur ein Lippenbekenntnis in der Art, "wir wollen mehr Verkehr auf die Schiene bringen". Verkehrswende geht anders!

September 2019


Auf einer Sitzung im Verkehrs- und Wirtschaftsförderungsausschuss der Stadt Bocholt wird über die Zukunft des Industriestammgleises Mussum beraten. Mit einem Gutachten soll geklärt werden, welche Firmen oder kommunale Betriebe diesen Zugang zum Netz der DB nutzen würden.